Messerschleifer Rainer

Messerschleifer Rainer

… der, dem Messer vertrauen.

Rainers Messer-Magazin   -   Aus meiner Werkstatt

Meine Liebe zu scharfen Messern

AUS MEINER WERKSTATT

Meine Liebe zu scharfen Messern

Wie aus meiner Begeisterung fürs Kochen und für scharfe Messer mein eigenes Schleifhandwerk wurde.

Vom Bürohengst zum Messerschleifer: Mein Weg zur Schärfe

Mein Weg zum professionellen Messerschleifer war alles andere als geradlinig. Als Dozent, Führungskraft und Marketingexperte drehte sich mein Berufsleben lange um Konzepte, Strategien und Entwicklungen. Doch drei Dinge begleiteten mich immer:

  • Ich bin ein leidenschaftlicher Koch.
  • Ich hasse stumpfe Messer.
  • Ich liebe Handwerkliches.

Wenn ich in der Küche stand, wollte ich, dass mein Messer sanft durch die Tomate gleitet und sich Fleisch mühelos vom Stück löst. Doch lange wusste ich gar nicht, wie scharf ein Messer wirklich sein kann.

Noch in Berlin lebend, fuhr ich regelmäßig nach Kreuzberg, um meine Messer professionell schleifen zu lassen. Als ich dann meinen Wetzstahl gegen einen aus Keramik eintauschte, begann meine Faszination für das Schärfen.
Mit meinem Umzug aus der Hauptstadt wurde mir der Weg nach Berlin jedoch zu weit – meine Messer spürten das als Erste.

Mein Einstieg ins Messerschleifen

Der Werbeständer eines Messerschmieds mit Schleifservice ließ mich neugierig werden. Ich ließ dort all meine Messer schleifen – und mir ein eigenes Kochmesser schmieden.

Dieses Messer ist bis heute mein Liebling. Doch irgendetwas an seinem Schliff fühlte sich anders an. Mein Bauchgefühl sagte mir: Da geht noch mehr! Also begann meine Suche nach dem perfekten Schliff. YouTube-Videos versprachen einfache Lösungen: "Kauf dir eine Maschine, stell die Halterung ein – fertig." Doch für mich klang das nicht nach Handwerk, sondern künstlich, mit wenig Gefühl für das Messer. Ich wollte das Handwerk richtig lernen.

Der erste Schritt: Meine eigene Schleifmaschine

Eine klassische Ausbildung zum Messerschleifer? Gibt es nicht mehr. Erfahrene Handwerker? Kaum zu finden. Viele hatten mit Corona aufgehört, ihre Werkstätten geschlossen, ihr Wissen nicht weitergegeben.
Doch dann fand ich meinen Lehrmeister: Peter Vogel aus Berlin-Steglitz. Er begann mit 13 Jahren seine Lehre in Solingen, wurde mit 20 Meister und schloss mit 82 Jahren seinen Laden. Bei ihm lernte ich die ersten Handgriffe – und tauschte YouTube-Theorien gegen echte Erfahrung aus fünf Jahrzehnten.
"So, und nun geh nach Hause und üb, üb, üb."

An meinem Geburtstag kam meine erste Schleifmaschine – eine englische Nassschleifmaschine. Wochen später stellte ich mich Herrn Vogel zum Test. Er nahm mein frisch geschliffenes Messer, betrachtete die Schneide. Seine Stirn glättete sich und er lächelte: "Scharf isses." Für mich hatte ich gerade meinen Gesellenbrief erhalten.

Einblick in meine heutige Schleifarbeit

Einblick in meine heutige Schleifarbeit.

„Scharf isses.“

Das Urteil meines Lehrmeisters über mein frisch geschliffenes Messer.

Lernen von den Profis

Mehr Wissen von erfahrenen Handwerkern zu bekommen, war eine Herausforderung. Gespräche verliefen häufig so: "Nimmst du Stützen beim Schleifen?" "Nein." "Gut, dann können wir weiterreden. Was haste denn?"

Viele alte Hasen wollten ihr Wissen nicht herausgeben. Das verstehe ich. Mein Herumtelefonieren in Deutschland und Österreich endete im Prinzip immer so: "Musste selbst probieren. Meine Erfahrungen aus 40 Jahren verteile ich nicht wie Bonbons zu Halloween." Ein Betrieb war so freundlich, mir Fotos seiner Maschinen zu schicken.

Ein Tipp brachte mich schließlich nach Solingen – zur Hochburg der Messerschmiede. Dort fand ich ein Unternehmen mit 120 Jahren Familientradition. Endlich erhielt ich professionelle Maschinen, hochwertige Schleifscheiben und vor allem eine erstklassige Beratung.

Heute: Meine Werkstatt und meine Markttermine

Viele Wege führen nach Rom – oder zum passenden Messerschliff. Heute stehe ich mit Leidenschaft am Herd und in meiner Werkstatt in Fehrbellin OT Stadt. Dort schleife ich Messer, Beile, Gartenscheren und vieles mehr.

Mit meinem mobilen Schleifstand bin ich außerdem regelmäßig in der Region unterwegs. Die aktuellen Orte und Termine findest du in meiner Terminübersicht.

Du hast ein Messer oder Werkzeug, das dir am Herzen liegt? Bring es zu einem Markttermin mit oder vereinbare die Abgabe in meiner Werkstatt. Wir besprechen die Arbeit und den Preis direkt miteinander.

Mein mobiler Schleifstand

Mit meiner mobilen Werkstatt bin ich in der Region unterwegs.

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